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Private Krankenversicherung
Selbstständig, verbeamtet oder über der Versicherungspflichtgrenze: Dann steht Ihnen der Wechsel offen. Ob er sich lohnt, hängt an Einkommen, Familienplanung und daran, wie Sie im Alter stehen wollen.
Private Krankenversicherung kurz erklärt
Die private Krankenversicherung ersetzt die gesetzliche Kasse durch einen individuell gewählten Leistungsumfang. Sie bietet freie Arztwahl, oft kürzere Wartezeiten und je nach Tarif bessere Leistungen. Offen steht sie Selbstständigen, Beamten und Angestellten mit Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze; ob sie passt, hängt stark von Ihrer Situation ab.
Gesetzlich und privat im Vergleich
| Merkmal | Gesetzliche Krankenversicherung | Private Krankenversicherung |
|---|---|---|
| Aufnahme | Ohne Gesundheitsprüfung | Mit Gesundheitsprüfung; Zuschlag oder Ausschluss möglich |
| Beitrag | Nach dem Einkommen | Nach Leistung, Eintrittsalter und Gesundheit |
| Leistungsumfang | Gesetzlich definiert | Vertraglich vereinbart |
| Zahnersatz | Festzuschuss zur Regelversorgung | Erweitert je nach Tarif |
| Arzneimittel | Im Rahmen der Kassenregelungen | Mitentscheidung je nach Tarif möglich |
Das ist abgesichert
- Freie Arzt- und Klinikwahl
- Wahlleistungen im Krankenhaus wie Einzelzimmer und Chefarzt
- Breitere Medikamenten- und Zahnleistungen
- Erweiterte Vorsorge und alternative Heilmethoden, je nach Tarif
Häufig übersehen
- Kein einfacher Rückweg in die gesetzliche Kasse; er ist nur unter engen Voraussetzungen möglich
- Familienangehörige sind nicht beitragsfrei mitversichert, jede Person braucht einen eigenen Vertrag
- Beiträge richten sich nach Alter, Gesundheit und Tarif, nicht nach dem Einkommen
- Bereits bestehende Erkrankungen können Zuschläge oder Ausschlüsse nach sich ziehen
Für wen ist das sinnvoll?
- Angestellte mit Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze; sie wird jedes Jahr neu festgelegt (2026: 77.400 Euro brutto im Jahr).
- Selbstständige und Freiberufler, ungeachtet des Einkommens.
- Beamte und Beamtenanwärter mit Beihilfe.
Gut zu wissen
- Im Ruhestand gibt es einen Zuschuss von 7,3 Prozent zur privaten Krankenversicherung.
- Ein Beitragsentlastungstarif dämpft die Kosten im Alter.
- Achten Sie auf Tarife mit stabiler Kalkulation.
- Rehabilitation ist kein selbstverständlicher Bestandteil. Anschlussheilbehandlung und Kur sind ein eigener Baustein, und mancher Tarif verlangt dafür eine Zusage vor Antritt. Wir sehen vor dem Abschluss nach, was Ihr Tarif dazu sagt.
Worauf es beim Vergleich ankommt
Die Tarife am Markt unterscheiden sich deutlich. Diese Punkte sehen wir uns vor einer Empfehlung besonders an.
- Beitragsstabilität
- Entscheidend ist nicht der Einstiegsbeitrag, sondern wie sich der Tarif über Jahrzehnte entwickelt hat. Darauf sehen wir zuerst.
- Beitragsentlastung im Alter
- Ein Baustein, der die Beiträge im Ruhestand dämpft. Er kostet heute und wirkt später.
- Leistungsumfang und Selbstbeteiligung
- Eine hohe Selbstbeteiligung senkt den Beitrag spürbar, muss aber im Krankheitsfall tragbar bleiben.
- Rückkehroptionen
- Manche Tarife bieten den Wechsel in den Standard- oder Basistarif oder Anwartschaften. Das ist die Rückfallebene, wenn sich die Lebenslage ändert.
- Gesundheitsprüfung
- Wie mit Vorerkrankungen umgegangen wird, unterscheidet sich stark. Ein Vergleich lohnt sich hier besonders.
Wenn etwas passiert, sind wir an Ihrer Seite
Bei Fragen zur Abrechnung oder Erstattung sind wir an Ihrer Seite und vermitteln zwischen Ihnen und der Gesellschaft.
Häufige Fragen
Lohnt sich der Wechsel für mich?
Wie entwickeln sich die Beiträge?
Komme ich später zurück in die gesetzliche Kasse?
Ein Wechsel, den man nur einmal macht
Sagen Sie uns Einkommen, Beruf und Familienstand. Unser Team rechnet den Beitrag über die Jahre durch, nennt die Wege zurück in die gesetzliche Kasse und sagt Ihnen ehrlich, wenn ein Wechsel bei Ihnen nicht ratsam ist. Am besten, bevor Sie sich festlegen. Kostenlos und unverbindlich.


