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Cyber-Versicherung
Morgens sind alle Rechner verschlüsselt, die Arbeit steht, und am Telefon meldet sich jemand mit einer Forderung. Ein einziger Angriff genügt dafür.
Cyber-Versicherung kurz erklärt
Ein einziger Angriff auf die IT kann einen Betrieb lahmlegen: verschlüsselte Rechner, stillstehende Produktion, gestohlene Kundendaten. Die Cyber-Versicherung übernimmt die Kosten für Wiederherstellung, Krisenmanagement und Ertragsausfall, trägt die Haftung gegenüber Dritten und stellt im Ernstfall rund um die Uhr Fachleute bereit. Wer mit Kundendaten arbeitet oder ohne seine IT stillsteht, und das sind heute die meisten, zahlt Wiederherstellung, Ausfall und Anwälte sonst selbst.
Was Sie selbst vorbereiten und wo die Cyber-Versicherung ansetzt
Grundlagen im Betrieb
Regelmäßige Backups, Updates und Schulungen. Viele Verträge setzen solche Maßnahmen voraus.
Notfallplan
Ein einfacher Plan mit Rufnummern und Zuständigkeiten, bereit vor dem Ernstfall.
Cyber-Versicherung
Sie trägt die Wiederherstellung von Daten und Systemen, die Kosten der Betriebsunterbrechung durch IT-Ausfall und die Haftung bei Datenschutzverletzungen; dazu kommt Krisen- und Expertenhilfe rund um die Uhr.
Das ist abgesichert
- Wiederherstellung von Daten und Systemen
- Kosten bei Betriebsunterbrechung durch IT-Ausfall
- Haftung bei Datenschutzverletzungen
- Krisen- und Expertenhilfe rund um die Uhr
- Je nach Tarif Vorbeugung: Schulungen, Test-Phishing und Prüfung der eigenen Schwachstellen
Häufig übersehen
- Ohne vereinbarte Sicherheitsmaßnahmen wie Backups und Updates kann die Leistung gekürzt werden
- Bereits bekannte Sicherheitsvorfälle vor Vertragsbeginn
- Schäden durch fehlende Grundabsicherung der IT
- Der Ausfall eines Cloud-Anbieters, etwa der Buchhaltungs- oder Kassensoftware, ist nach den Musterbedingungen des Versicherer-Gesamtverbands (Stand 2024) ausgenommen und braucht eine eigene Vereinbarung
- Überweisungsbetrug und ähnliche Täuschungen sind häufig nur mit eigener Summengrenze gedeckt; die Vertrauensschadenversicherung ergänzt hier
Vom Angriff zur Insolvenz in dreizehn Tagen
Am 19. Mai 2025 traf ein Verschlüsselungsangriff einen Serviettenhersteller mit 240 Beschäftigten: Rechner und Laptops unbrauchbar, die Drucker lieferten nur noch das Erpresserschreiben, Produktion, Rechnungen und Auftragsbearbeitung standen still. Knapp zwei Wochen später, am 1. Juni, stellte das Traditionsunternehmen Insolvenzantrag; für die Investorensuche blieb danach weniger Zeit als üblich. Der Angriff war nicht die einzige Ursache der Schieflage, aber ihr Kipppunkt. Genau dagegen ist die Cyber-Versicherung gebaut: schnelle Forensik und Wiederherstellung, damit aus Tagen keine Wochen werden, und der Ersatz des Ertragsausfalls, damit der Stillstand nicht die Liquidität reißt.
Echter Fall: Serviettenhersteller Fasana, Euskirchen (Fachpresse, Stand 2025). Ob und in welchem Umfang eine Versicherung leistet, richtet sich nach dem Vertrag.
Wie oft es trifft, und was es kostet
87Prozent
der deutschen Unternehmen waren zuletzt von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage betroffen
Bitkom-Studie Wirtschaftsschutz, Stand 2025
gut 45.000Euro
kostete ein versicherter Cyberschaden im Durchschnitt je Fall
nach Zahlen des GDV, Stand 2023
80Prozent
der angezeigten Angriffe mit Erpressungssoftware trafen kleine und mittlere Betriebe
Lagebericht des BSI, Stand 2025
Bausteine im Überblick
Eigenschäden
Datenwiederherstellung, Systemwiederaufbau, Ertragsausfall und Benachrichtigungskosten.
Drittschäden & Haftung
Ansprüche Dritter und Folgen von Datenschutzverletzungen.
Assistance
Soforthilfe rund um die Uhr, IT-Forensik, Rechts- und Krisenkommunikation.
Für wen ist das sinnvoll?
- Betriebe, die mit Kundendaten arbeiten.
- Unternehmen mit Online-Shop oder digitalen Prozessen.
- Firmen, für die ein IT-Ausfall den Betrieb stoppt.
- Kleine und mittlere Betriebe: 80 Prozent der angezeigten Ransomware-Angriffe richteten sich zuletzt gegen sie (BSI-Lagebericht 2025).
- Betriebe mit viel Zahlungsverkehr per E-Mail, denn rund die Hälfte der bearbeiteten Schäden eines großen Cyber-Versicherers waren zuletzt Betrugsfälle (Stoik, Stand 2025).
Gut zu wissen
- Sichern Sie die Grundlagen: regelmäßige Backups, Updates und Schulungen.
- Sichern Sie die Anmeldung Ihrer E-Mail-Konten mit einem zweiten Faktor: Nach dem Schadensbericht eines großen Cyber-Versicherers waren 95 Prozent der gekaperten Mailkonten Microsoft-365-Konten, oft ohne diese zweite Stufe (Stoik, Stand 2024).
- Fragen Sie nach dem, was vor dem Schaden passiert: Manche Tarife bringen Schulungen, simulierte Phishing-Mails oder eine Prüfung der eigenen Systeme mit. Der beste Schaden ist der, der ausbleibt.
- Viele Verträge setzen solche Maßnahmen voraus, etwa eine Anmeldung mit zwei Faktoren. Werden sie nicht eingehalten, kann die Leistung gekürzt werden.
- Halten Sie einen einfachen Notfallplan bereit, mit Rufnummern und Zuständigkeiten.
- Lassen Sie sich vor einem Vorfall beraten, nicht erst danach.
Wenn etwas passiert, sind wir an Ihrer Seite
Bei einem Verdacht auf einen Angriff melden Sie sich sofort bei uns, schnelle Hilfe ist entscheidend. Denken Sie zugleich an die Meldefrist gegenüber der Aufsichtsbehörde, wenn personenbezogene Daten betroffen sein könnten.
Häufige Fragen
Hilft der Schutz auch, bevor etwas passiert?
Brauche ich das als kleiner Betrieb?
Wie groß ist das Risiko insgesamt?
Wie lange dauert es, bis der Betrieb wieder läuft?
Muss ich einen Datenvorfall melden?
Lohnt sich schnelles, offenes Melden überhaupt?
Betrifft mich die neue NIS-2-Regulierung?
Was muss ich technisch vorweisen?
Sind Lösegeldforderungen abgedeckt?
Was kostet eine Cyber-Versicherung für einen kleinen Betrieb?
Wie lange kämen Sie ohne Ihre IT aus?
Sagen Sie uns, womit Sie arbeiten und wo Ihre Kundendaten liegen. Unser Team prüft, welche Vorkehrungen die Gesellschaften verlangen, und sagt Ihnen vorher, was Ihr Betrieb dafür erfüllen muss. Am besten, bevor die Frage praktisch wird. Kostenlos und unverbindlich.


